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«Nur was fühl- und erlebbar ist, begeistert auch!»

Bern, 08.06.2011 – Nationalrat Christian Wasserfallen setzt sich für Nachwuchsförderung ein. Noch vor wenigen Jahren tüftelte er in der 1. Generation von darwin21 selber mit. Mittlerweile engagiert sich der 30-jährige Maschinen-Ingenieur als Türöffner zur politischen Welt.

Mangel an Fachkräften in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik

 

Bern, 01.09.2010 - Der Bundesrat hat den Bericht «Mangel an MINT-Fachkräften in der Schweiz» verabschiedet. Der vom Eidgenössischen Departement des Innern in Zusammenarbeit mit dem Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartement erstellte Bericht ist die Antwort auf mehrere Vorstösse zur Frage nach dem Ausmass, den Ursachen und den Folgen eines Fachkräftemangels im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT).

 

Der Bericht zeigt auf, dass in der Schweiz ein Mangel an MINT-Fachkräften herrscht. Besonders ausgeprägt ist er in den Bereichen Informatik, Technik und Bauwesen. Der Mangel ist stark konjunkturabhängig, doch trotz einer Abschwächung aufgrund des rezessionsbedingten Einbruchs der Volkswirtschaft Ende 2008 blieb in bestimmten Bereichen ein Mangel an MINT-Fachkräften bestehen. Der Mangel ist damit auch strukturell bedingt. Im nächsten Aufschwung ist wieder mit einer wachsenden Fachkräftelücke im MINT-Bereich zu rechnen.

 

Der Arbeitsmarkt hat zwischen 2004 und 2009 auf die Verknappung an verfügbaren MINT-Fachkräften mit einer deutlichen Lohnsteigerung und einer erhöhten Rekrutierung ausländischer MINT-Fachkräfte reagiert. Demgegenüber blieb die Zahl der Studienabschlüsse in MINT in den letzten Jahren relativ bescheiden. Der Frauenanteil in MINT-Studiengängen ist in der Schweiz ausgesprochen tief.

 

Die Interessen und damit verbunden die berufliche Ausrichtung von Jugendlichen stehen in einem hohen Grade bereits am Ende der obligatorischen Schulzeit fest. Zeigen Jugendliche im Alter von 15 Jahren in MINT-Fächern Interesse sowie gute Leistungen und schätzen sie ihre Leistungsfähigkeit als gut ein, dann erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass sie später ein MINT-Studium ergreifen. Bei Jungen trifft diese Konstellation noch in einem viel höheren Masse zu als bei Mädchen. Verschiedene Faktoren lassen junge Frauen trotz vorhandenem Talent einen Entscheid gegen einen MINT-Studiengang fällen.

 

Stiftung New Generations

Damals...


...wollten alle Ingenieur werden.

Vor 30 Jahren zählten Lokführer, Pilot und Ingenieur noch zu den Traumberufen vieler Jugendlicher. Die Technik wurde hoch geschätzt, und es war erstrebenswert, sie zu verstehen. Ein Ingenieur galt als wichtige Stütze der Gesellschaft und genoss hohes Ansehen.

 

...löste Technik Probleme.
Automobile bedeuteten Freiheit und Mobilität, Kraftwerke lieferten Energie, Technik diente dem Fortschritt, der Sicherheit, der Gesundheit und dem Wohlstand und dem Komfortgewinn. Technik bedeutete Fortschritt und wurde als Segen empfunden.

 

...hatte es genĂĽgend qualifizierten Nachwuchs.
Junge Menschen lernten gerne und enthusiastisch technische Berufe oder studierten an der ETH, um Ingenieur oder technischer Spezialist zu werden, um die Technik zu verstehen und sie innovativ einzusetzen. Das hohe Ansehen der Ingenieure und das Bevölkerungswachstum führte zu einem fast unerschöpflichen Reservoir an Nachwuchskräften – und die Wirtschaft versprach ihnen eine sichere Zukunft.

 

Heute...


...wollen alle Karriere machen.
Den Wunsch vieler junger Menschen nach einem ausgefĂĽllten, interessanten Arbeitsleben können Berufe der Technik optimal erfĂĽllen. Die Karrierechancen sind zahlreich. Aus Unwissenheit und falschen Vorurteilen gegenĂĽber technischen Berufen geht jedoch manches Talent verloren. Denn Berufe in der Technik gelten zu Unrecht als weniger attraktiv – auch weil vielen Jugendlichen die Faszination, die von der Technik ausgeht, verborgen bleibt.

 

...verursacht Technik nur Probleme.
Die Komplexität neuer Technologien hat zugenommen, und für den Laien wird es immer schwieriger, sie zu verstehen. Die naturwissenschaftlichen Fächer haben in den Schulen an Bedeutung verloren. Oft wird Technik als Problemverursacher wahrgenommen und nicht als Problemlösung. Weite Teile der Bevölkerung stehen ihr kritisch oder sogar ablehnend gegenüber. Dadurch hat sich auch das Ansehen von Technikern in der Gesellschaft verändert.

 

...gibt es weniger qualifizierten Nachwuchs.
Ohne engagierte Menschen keine funktionierende Technik und keine Entwicklung – und ohne kompetenten technischen Nachwuchs keine Innovationen. Unsere Gesellschaft ist auf junge Fachkräfte angewiesen. Mehr denn je!

 

Die Zukunft...

 

...braucht leistungsfähige Technologien.
Die Schweiz der Zukunft muss noch innovativer sein, um ihre Spitzenposition im Maschinen-, Apparate- und Anlagenbau zu behalten. Eine einseitige Konzentration der Wirtschaft auf den Dienstleistungssektor bringt die Wirtschaft aus dem Gleichgewicht und gefährdet wichtige Teile unserer Industrien.

 

...braucht fähige Köpfe.
Wir brauchen taleintierten, innovativen Nachwuchs in Berufen der Elektronik, der Eletrotechnik, im Maschinenbau und in den verwandten Gebieten. Die Stiftung New Generations unterstützt geeignete Projekte ideell und finanziell, um den Jugendlichen die Faszination der technischen Berufe näherzubringen.

 

...braucht Ihre UnterstĂĽtzung.
Die Verbände Electrosuisse und swissT.net haben gemeinsam mit der Endress-Stiftung Kapital zur Verfügung gestellt, um die Aktivitäten der Stiftung New Generations in den ersten Jahren zu lancieren. Um wirkungsvolle Projekte kontinuierlich zu fördern, braucht es die koordinierte Zusammenarbeit von Verbänden, Unternehmen und Politik. Und vor allem weitere finanzielle Mittel.